Social Media ohne Zeit: Das 60-Minuten-System

Nach unserem Planwert (keine Studie) reichen rund 60 Minuten pro Woche für zwei bis drei Posts, wenn du einen festen Wochentermin, einen Foto-Vorrat und wiederkehrende Formate hast. Einmal im Monat kommen 30 Minuten für neue Fotos dazu.

Stand: 13.10.2026

Die Zeitangaben sind Planwerte dieses Systems, keine Studienergebnisse. Zahlen aus Studien und Anbieterangaben stehen mit Quelle im Text. Änderungen: 13.10.2026 – Erstfassung. Nächste Prüfung: Januar 2027.

Wie viele Posts sind das Minimum?

Plane 2–3 Posts pro Woche auf 1–2 Plattformen. Das liegt für Instagram knapp unter der Buffer-Spanne von 3–5 Posts pro Woche, für LinkedIn und TikTok (2–5) am unteren Rand (Buffer, 2025). Was davon belegt ist, steht in Wie oft sollte man als Unternehmen posten?. Wichtiger als die Zahl ist, dass du sie jede Woche schaffst.

Wie sieht der Wochenplan aus?

Das System hat zwei Rhythmen: einmal im Monat Fotos auf Vorrat, einmal pro Woche Texte und Planung. Zusammen sind das in der Woche 55 Minuten, dazu 30 Minuten im Monat.

  • Einmal im Monat, 30 Minuten: Foto-Vorrat anlegen. Fotografiere Arbeit, Team, Produkte und Räume auf Vorrat (mehr dazu unten).
  • Montag, 10 Minuten: Ideen sammeln. Welche Frage haben Kunden diese Woche gestellt? Was war der schönste Auftrag? Welche Aktion läuft? Drei Stichworte genügen.
  • Dienstag, 30 Minuten: Texte und Bilder erstellen, Termine setzen. Erstelle die Posts für die Woche und plane sie ein, damit nichts offen bleibt.
  • Freitag, 15 Minuten: Kommentare beantworten und kurz auswerten. Antworte direkt in der Plattform und schau in den Insights, welcher Post am besten lief.

Was fotografierst du für den Foto-Vorrat?

Geh einmal im Monat 30 Minuten durch deinen Betrieb und fotografiere auf Vorrat. Handyfotos reichen. Was sich je Branche lohnt:

  • Handwerk: Baustelle vorher, während und nachher; Werkzeug und Material; das Team am Fahrzeug; fertige Arbeit aus mehreren Winkeln.
  • Friseur: Frisuren vorher und nachher, Produkte im Regal, Arbeitsplatz, Team.
  • Gastro: Gerichte von oben und von der Seite, Küche bei der Arbeit, Gastraum, Team.
  • Gebäudereinigung: Flächen vorher und nachher, Maschinen, das Team in Arbeitskleidung.
  • Einzelhandel: Neuheiten, Schaufenster, Regale, Verpackung.

Auf Fotos erkennbare Menschen brauchen in der Regel eine Einwilligung. Details stehen in Fotos von Mitarbeitern und Kunden.

Welche Formate kommen jede Woche wieder?

Wiederkehrende Formate nehmen dir die Frage ab, was du posten sollst. Vier reichen:

  • Tipp der Woche. Eine Frage, die Kunden ständig stellen, in drei Sätzen beantwortet. Reinigung: Wie oft sollte man einen Büroteppich saugen? Friseur: Wie pflegt man gefärbtes Haar?
  • Vorher-Nachher. Ein Foto-Paar mit einem Satz zum Aufwand. Das passt zu Handwerk, Friseur, Reinigung und Einzelhandel, etwa mit einem neu gestalteten Schaufenster.
  • Team-Freitag. Eine Person aus dem Team, ein Foto, ein Satz zu ihrer Arbeit oder zu einem Lieblingsprojekt.
  • Kundenfrage. Beantworte eine echte Anfrage der Woche, ohne den Kunden zu nennen.

Mehr Anregungen findest du in Content-Ideen für Unternehmen.

Wie machst du aus einem Foto mehrere Posts?

Schreib die Idee einmal und verteile sie in drei Fassungen. Beispiel Dachdecker mit einem Vorher-Nachher-Foto einer Dachsanierung:

  • Instagram-Post: das Foto, zwei Sätze, höchstens 5 Hashtags.
  • LinkedIn: dasselbe Foto mit sachlicherem Text. Was wurde gemacht, für wen, in welchem Zeitraum?
  • Story: das Foto im Hochformat mit einem kurzen Satz im Bild.

Was darfst du automatisieren und was nicht?

Automatisieren heißt, Routine abzugeben, nicht die Verantwortung. Die Tabelle trennt beides.

AufgabeAutomatisieren?Warum
Entwürfe für Text und Bild erstellen lassenJaDas spart Schreib- und Gestaltungszeit. Du prüfst und änderst jedes Wort.
Posts planen und zum Termin veröffentlichenJaÜber die offiziellen Schnittstellen der Plattformen. In companycore geht nichts raus, bevor du es eingeplant hast; im Team kann eine Freigabe dazukommen, siehe Freigaben.
Antworten an Kunden ohne KontrolleNeinEine unpassende Antwort steht öffentlich unter deinem Namen.
Gekaufte Likes, Follower oder KommentareNeinSie bringen Zahlen, keine Kunden.
Follow-Bots und Skripte, die Plattformen austricksenNeinTikTok verbietet ausdrücklich Automatisierungs-Tools, Skripte und Tricks, die seine Systeme umgehen sollen. Die offizielle Schnittstelle ist davon nicht betroffen (TikTok-Richtlinien, abgerufen am 13.10.2026).

Die Freigabe ist deine Qualitätsschranke

Lies jeden Post, bevor er rausgeht. Gerade bei KI-Texten prüfst du Fakten, Preise und Ansprache.

Agentur, Freelancer, Tool oder selbst machen?

Kein Weg ist falsch. Entscheidend sind Budget, Zeit und die Kontrolle, die du behalten willst. Preise sind schwer zu vergleichen, denn belastbare deutsche Marktdaten zu Agenturkosten sind dünn.

Vier Wege im Vergleich
WegKostenDein AufwandKontrolle
Selbst machen, ohne ToolDeine ArbeitszeitHoch: Texte, Bilder und Planung machst du von HandVoll
FreelancerJe nach Umfang und Anbieter; wir nennen keine SpanneBriefing, Fotos liefern, FreigabenMittel
AgenturEine Agentur nannte 2026 bei Business Punk 2.000–4.000 € pro Monat für ein Einstiegspaket (Anbieterangabe, keine Marktstudie)Abstimmung, Fotos liefern, FreigabenGeringer, hängt an der Agentur
ToolMonatliches Abo; bei companycore siehe PreiseRund 60 Minuten pro Woche nach diesem SystemHoch: du prüfst und planst jeden Post

Ein Tool nimmt dir Texte, Bilder und Planung ab. Es ersetzt keine Fotos, keine Antworten an Kunden und keine Kampagnenstrategie. Eine ausführlichere Gegenüberstellung steht auf companycore.ai: Alternative zur Social-Media-Agentur.

Mit companycore

Auf Home startest du mit einer Idee aus Posting Ideen, im Postgenerator entsteht der Text, im Visual Designer das Bild. Im Kalender planst du den Termin, danach veröffentlicht companycore automatisch. Mehr dazu auf companycore.ai.

Home in companycore: Kacheln für Postgenerator, Visual Designer, Fotobibliothek, Backstage und Kalender, rechts die Liste „Posting Ideen“ mit Themenvorschlägen aus deinen Inhalten und Trend-Themen
Auf Home liegen die Posting Ideen rechts neben den Kacheln für Postgenerator, Visual Designer und Kalender.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit braucht Social Media pro Woche?

Nach diesem System rund 60 Minuten pro Woche für 2–3 Posts, dazu einmal im Monat 30 Minuten für Fotos. Das ist ein Planwert, keine Studie. In den ersten Wochen kann es länger dauern.

Lohnt es sich noch, mit Social Media anzufangen?

Wenn deine Kunden dort sind, ja: 63 % der Menschen ab 14 nutzen wöchentlich soziale Netzwerke (ARD/ZDF-Medienstudie 2025), und 56 % der Handwerksbetriebe sind auf Social Media präsent (Bitkom, 23.10.2025). Welche Plattform passt, steht in Welche Plattform passt zu meinem Betrieb?.

Muss ich selbst Videos drehen?

Nein. Auf Instagram, Facebook und LinkedIn reichen Fotos oder Karussells. Für YouTube Shorts brauchst du Video, TikTok kennt auch Foto-Posts.

Wie viele Plattformen sollte ich mit wenig Zeit bespielen?

Eine bis zwei. Jede weitere Plattform heißt mehr Anpassungsarbeit pro Post.

Quellen

Frag einfach drauflos, z. B. „Instagram verbinden“ oder „Post wird nicht veröffentlicht“

Häufig gesucht