Welche Social-Media-Plattform passt zu meinem Betrieb?
In Deutschland nutzen wöchentlich 40 % der Menschen ab 14 Instagram, 31 % Facebook und 20 % TikTok (ARD/ZDF-Medienstudie 2025). Starte mit höchstens zwei Plattformen, auf denen deine Zielgruppe ist, und halte sie drei Monate durch.
Stand: 13.10.2026
Die Zahlen stammen aus der ARD/ZDF-Medienstudie 2025, von Destatis (März 2026) und aus einer Bitkom-Befragung (Oktober 2025). Nutzerzahlen für LinkedIn in Deutschland nennen wir nicht, weil uns dafür keine Primärquelle vorliegt. Änderungen: 13.10.2026 – Erstfassung. Nächste Prüfung: Januar 2027.
Wie viele Menschen nutzen welche Plattform in Deutschland?
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Nutzen wöchentlich soziale Netzwerke (ab 14 Jahren) | 63 % (rund 44 Mio. Menschen), täglich 35 % | ARD/ZDF-Medienstudie 2025 |
| Instagram, wöchentliche Reichweite | 40 % | ARD/ZDF-Medienstudie 2025 |
| Facebook, wöchentliche Reichweite | 31 % | ARD/ZDF-Medienstudie 2025 |
| TikTok, wöchentliche Reichweite | 20 % | ARD/ZDF-Medienstudie 2025 |
| Nutzen soziale Medien privat aktiv (16 bis 74 Jahre) | 59 % im Jahr 2025 | Destatis, März 2026 |
Bei den 14- bis 29-Jährigen nutzt etwa jede:r Zweite TikTok. Instagram verliert dort erstmals. Das Wachstum kommt vor allem von den 30- bis 49-Jährigen und Älteren (ARD/ZDF-Medienstudie 2025).
Was nutzen Handwerksbetriebe?
56 % der Handwerksbetriebe sind auf Social Media präsent oder werben dort, 2022 waren es 40 % (Bitkom, 23.10.2025). Unter den präsenten Betrieben nutzen die folgenden Kanäle:
| Kanal | Anteil |
|---|---|
| Lokale Communitys (zum Beispiel nebenan.de) | 65 % |
| 57 % | |
| 38 % | |
| 35 % | |
| TikTok | 7 % |
| YouTube | 6 % |
Unter den fünf Plattformen ist Facebook im Handwerk die meistgenutzte, TikTok und YouTube sind kaum besetzt. Bitkom hat die Betriebe telefonisch befragt (Kalenderwochen 23 bis 29 des Jahres 2025).
Die fünf Plattformen im Profil
Die Frequenzen sind Orientierungswerte aus Studien, Details in Wie oft sollte man als Unternehmen posten?. Für Facebook nennt Hootsuite 1–2 Posts pro Tag; für den Start eines kleinen Betriebs sind 2–5 pro Woche realistischer.
Welche Plattform passt zu welchem Ziel?
| Dein Ziel | Passende Plattformen | Warum |
|---|---|---|
| Privatkunden vor Ort (Friseur, Gastro, Einzelhandel, Handwerk für Privatkunden) | Instagram und Facebook, dazu ein vollständiges Google-Unternehmensprofil | Instagram (40 %) und Facebook (31 %) haben die größte Wochenreichweite der Plattformen, für die uns Zahlen vorliegen. Das Google-Profil pflegst du außerhalb von companycore. |
| Gewerbekunden (zum Beispiel Gebäudereinigung oder Handwerk für Unternehmen) | LinkedIn wertet laut seiner Hilfe unter anderem, ob ein Post Wissen oder Rat bietet (LinkedIn-Hilfe, abgerufen am 13.10.2026). Das passt zu Fachbeiträgen. Unsere Einschätzung. | |
| Azubis | Instagram, TikTok und YouTube; dazu eine Karriereseite, die bei Google gefunden wird | Für die konkrete Suche nach einem Ausbildungsplatz nutzen laut den Azubi-Recruiting-Trends 64 % (2025) beziehungsweise 69 % (2026) Suchmaschinen oder Google (laut Haufe, Sekundärquelle). Die drei Plattformen machen deinen Betrieb sichtbar. |
| Fachkräfte | Facebook und LinkedIn | Unsere Einschätzung ohne eigene Studie: Beide Plattformen nutzen viele Betriebe bereits (Facebook 57 %, LinkedIn 35 % der Handwerksbetriebe mit Auftritt, Bitkom 2025). Kombiniere sie mit einer Stellenanzeige, die bei Google gefunden wird. |
Lohnt sich TikTok für meinen Betrieb?
Das spricht dafür
- Junge Zielgruppe. Bei den 14- bis 29-Jährigen nutzt etwa jede:r Zweite TikTok (ARD/ZDF-Medienstudie 2025).
- Wenig Konkurrenz im Handwerk. Erst 7 % der Handwerksbetriebe mit Social-Media-Auftritt sind auf TikTok (Bitkom, 23.10.2025).
- Azubi-Recruiting. Die Generation ab Jahrgang 2010 nimmt Ausbildungswerbung auf TikTok häufiger wahr als die Gen Z (38 % zu 27 %), auf Instagram seltener (32 % zu 56 %) (Azubi-Recruiting-Trends 2026, laut Haufe).
Das spricht dagegen
- Videoaufwand. TikTok lebt von kurzen Hochformat-Videos. Foto-Posts mit mehreren Bildern gibt es auch (TikTok for Developers).
- Musikregeln. Business-Konten sehen in der TikTok-App nur die „Commercial Sounds“ (laut TikTok Ads Help). Fremde Songs in Betriebsvideos bergen ein Abmahnrisiko, mehr dazu in Musik in Reels und TikToks.
- Originalität. Wiederverwendetes Material ohne etwas Neues ist laut TikTok nicht für den „Für dich“-Feed zugelassen.
Unsere Einschätzung: TikTok lohnt sich, wenn du Azubis suchst oder ohnehin Videos von der Arbeit drehst. Sonst starte mit Instagram oder Facebook und teste TikTok später vier Wochen lang mit zwei Videos pro Woche.
Wo solltest du starten?
Starte mit einer oder zwei Plattformen und halte sie drei Monate durch, bevor du eine dritte dazunimmst. Lieber zwei Plattformen regelmäßig als fünf gelegentlich. Beispiele:
- Friseur: Instagram, dazu ein gepflegtes Google-Profil.
- Handwerk für Privatkunden: Facebook und Instagram. Facebook nutzen im Handwerk die meisten Betriebe mit Auftritt (57 %), Instagram zeigt Arbeit am besten als Bild.
- Gastro und Einzelhandel: Instagram und Facebook.
- Gebäudereinigung für Gewerbekunden: LinkedIn, dazu ein Instagram-Konto für Einblicke in den Alltag.
Mit companycore
Du verbindest Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und YouTube Shorts unter Backstage › Verbindungen und planst alle aus einem Kalender. TikTok wird schrittweise freigeschaltet. Wie du einen Kanal verbindest, steht in Kanal verbinden.
Häufige Fragen
Lohnt sich Instagram für Unternehmen?
Für Betriebe, die Arbeit oder Ergebnisse zeigen können, meist ja: Instagram erreicht in Deutschland wöchentlich 40 % der Menschen ab 14 (ARD/ZDF-Medienstudie 2025). Rechne mit Sichtbarkeit und Vertrauen, nicht mit sofortigem Umsatz.
Ist Facebook für Unternehmen noch sinnvoll?
Im Handwerk ja: 57 % der Betriebe mit Social-Media-Auftritt nutzen es (Bitkom, 23.10.2025), und Facebook erreicht in Deutschland wöchentlich 31 % der Menschen ab 14.
Muss ich auf allen fünf Plattformen sein?
Nein. Starte mit höchstens zwei, auf denen deine Zielgruppe ist, und erweitere nach drei Monaten.
Ist LinkedIn etwas für Handwerk oder Reinigung?
Wenn du Gewerbekunden oder Fachkräfte erreichen willst, ja. Im Handwerk nutzen 35 % der Betriebe mit Social-Media-Auftritt LinkedIn (Bitkom, 23.10.2025).
Wie finde ich Azubis über Social Media?
Gesucht wird meist über Google: 64 % (2025) beziehungsweise 69 % (2026) nutzen für die konkrete Suche Suchmaschinen (laut Haufe, Sekundärquelle). Social Media macht dich sichtbar, eine Karriereseite oder Stellenanzeige bei Google macht dich findbar.
Quellen
- Media Perspektiven: ARD/ZDF-Medienstudie 2025, Social Media zwischen Wachstum und Sättigung, 2025 (Primärquelle)
- Destatis: Pressemitteilung N014 vom März 2026, März 2026 (Primärquelle)
- Bitkom: Hälfte des Handwerks nutzt Social Media, 23.10.2025 (Primärquelle, Telefonbefragung, n=504)
- LinkedIn-Hilfe: LinkedIn relevance, abgerufen am 13.10.2026 (Primärquelle)
- TikTok: Community-Richtlinien, Integrity and Authenticity, abgerufen am 13.10.2026 (Primärquelle)
- TikTok Ads Help: How to use the Commercial Music Library, abgerufen am 13.10.2026 (Primärquelle)
- TikTok for Developers: Photo Post Reference, abgerufen am 13.10.2026 (Primärquelle)
- Meta Newsroom: Making it easier to create videos on Facebook, 17.06.2025 (Primärquelle)
- YouTube-Hilfe: Upload YouTube Shorts, abgerufen am 13.10.2026 (Primärquelle)
- Haufe: Image und Zukunft der Ausbildung (Azubi-Recruiting-Trends 2025) (Sekundärquelle)
- Haufe: Azubi-Recruiting, wie die Generation Alpha Ausbildungsplätze sucht (Azubi-Recruiting-Trends 2026) (Sekundärquelle)
- Buffer: Studien zur Posting-Frequenz und Hootsuite: Details und weitere Quellen in Wie oft sollte man als Unternehmen posten?
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